SPEAKER

© Peter Rigaud

Hasnain Kazim

Journalist und Bestsellerautor

KEYNOTE // 9:15 – 10 Uhr /// Auditorium:
„Über die Kultur der Diskussion: Warum Kommunikator:innen streiten können müssen!“

Das Internet hat Kommunikation demokratisiert, jede/r kann sich über alles informieren und sich zu allem nur Erdenklichen äußern. Gleichzeitig leidet die Qualität der Kommunikation: Verschwörungstheorien, Lügen und Propaganda wurden Tür und Tor geöffnet und stehen vermeintlich gleichrangig als „Meinung“ neben geprüften Informationen. Widerspruch wird als „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ empfunden, egal, ob es um Flüchtlinge und Zuwanderung, Klimawandel, Corona oder E-Mobilität geht.

In dieser Lage ist es wichtiger denn je, in der Kommunikation Grenzen zu setzen, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden und gleichzeitig integrierend zu wirken. Es gilt, Brücken zu bauen, aber auch klare Kante zu zeigen.

Hasnain Kazim verrät in seiner Keynote, wie dieser Spagat gelingt – und weshalb es manchmal keinen Sinn macht, den Dialog zu suchen. Er plädiert für ein konstruktives, lustvolles Streiten und zeigt auf, was das für Kommunikator:innen bedeutet.

MASTERCLASS // 10:30 – 11:30 Uhr // Breakout Room 1:
„Klug streiten und gleichzeitig Brücken bauen“

Gestritten wird überall und ständig – angeprangert, beschimpft und gedroht. Egal ob Politik oder Wirtschaftsunternehmen, Athletin, Kulturschaffende oder Wissenschafter – niemand ist vor direkten Auseinandersetzungen gefeit. Aber wann lohnt sich der Dialog, das Gespräch? Wann sollte man einen Streit wagen? Und vor allem wie?

In dieser Masterclass besprechen wir, wie man mit Maß und Ziel streitet, aber auch wann man sich eine Konfrontation sparen kann. Um gleich die Probe aufs Exempel machen zu können, sind die Teilnehmer:innen der Masterclass angehalten, konfliktgeladene Situationen aus dem eigenen Leben zu schildern, die wir dann gemeinsam analysieren.

Über den Speaker

Hasnain Kazim arbeitete von 2004 bis 2019 für das deutsche Nachrichtenmagazin „Spiegel“ und ist seit 2009 als Auslandskorrespondent u. a. für Pakistan und die Türkei zuständig. Für seine Berichterstattung wurde er als „Politikjournalist des Jahres“ geehrt und mit dem „CNN Journalist Award“ ausgezeichnet. Das Taschenbuch „Post von Karlheinz“, das seine Dialoge mit wütenden Leser:innen beinhaltet, stand viele Wochen auf der Bestsellerliste.